(Luftbild der Anlage des TC Blau-Weiß Emlichheim e.V. nach Fertigstellung)
Durch die nun zur Verfügung stehenden 7 Tennisplätze stieg die Mitgliederzahl des Vereins Verein in den darauffolgenden Jahren entgegen dem allgemeinen Trend explosionsartig an. Das 300. Mitglied konnte bereits im Jahr 2000 begrüßt werden. Auch konnten die Jahreshauptversammlungen und das jährliche Tennisfest nun in den eigenen Räumen durchgeführt werden.
Im Jahre 2001 bedankte sich der Vorstand bei der Jugendabschlussfeier bei den Helfern. Die Jugendliche und die Helfer wurden vom 2. Vorsitzenden Jan Klompmaker beköstigt.
(Jugendabschlussfeier 2001)
Durch vielerlei Angebote, z. B. Schnuppertennis für Erwachsene und Jugendliche, Ferienpassaktionen und aufgrund der Tatsache, dass diese Anlage täglich von vielen Mitgliedern zum Tennisspielen, aber auch zum Entspannen und Verweilen aufgesucht wird, steigt die Zahl der Mitglieder ständig an. Im Frühjahr 2001 konnte das 350. und im Jahre 2003 das 400. Mitglied verzeichnet werden.
(Teilnehmer Ferienpassaktion 2002)
Auch die sportlichen Erfolge des Vereins, vertreten durch 11 Seniorenmannschaften und 9 Jugendmannschaften bei den Punktspielen zeigen einen stetigen Aufwärtstrend.
Zu dieser Anlage, die sicherlich zu einer der schönsten und best frequentiertesten Anlagen in der Grafschaft Bentheim zählt, wünscht sich der Verein eine eigene Tennishalle, damit auch in den Wintermonaten ein reges Vereinsleben stattfinden kann.
Auch brauchten dann die mittlerweile 100 jugendlichen Spieler nicht mehr zum wöchentlichen Training nach Neuenhaus oder in die Niederlande nach Coevorden gefahren werden; und der Verein könnte sowohl mit den jugendlichen als auch mit den erwachsenen Tennisspielern an den vorhandenen Punktspielrunden im Winter teilnehmen.
Der Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl im Verein wird durch unterschiedliche Aktionen und Aktivitäten gestärkt. So wurde unter anderem im Jahr 2002 zum erste Mail der hiesigen Tradition gefolgt und auf der neuen Vereinsanlage ein Maibaum aufgestellt:
(Maibaumaufstellung am 01.05.2002 vorm Clubhaus)
Im Sommer 2002 wurde im Jugendbereich erstmals ein Tenniscamp mit Übernachtung für Jugendliche auf der Vereinsanlage durchgeführt:
(Tenniscamp Sommer 2002)
Aufgrund dieser Missstände und der Tatsache, dass es bei der Grundstücksfrage für eine neue Anlage seitens der Gemeinde bis zum Jahre 1993 keinen Fortschritt gab, traten die beiden Vorsitzenden Georg Koops und Günter Jacob von ihren Ämtern zurück. Die neu gewählten Vorsitzenden Albert Koops und Jan Klompmaker nahmen im November dieses Jahres ihre Arbeit auf. Schnell mussten auch sie erkennen, dass es bezüglich der neuen Anlage noch viele Fragen und Probleme zu lösen gab. Als dann die Gemeinde Emlichheim im Oktober 1995 sich für den Standort „Zur Denne“ entschieden hatte, schien der Weg für die neue Anlage geebnet.
Während dieser Zeit beteiligten sich einige Erwachsenen- und Jugendmannschaften an den Punktspielen. Auch wurden regelmäßig Freundschaftsturniere mit benachbarten Vereinen ausgetragen. Am bekanntesten ist das jährliche Kanalarbeiterturnier mit dem Tennisverein Neuenhaus.
(Kanalarbeiterturnier 1996)
Den Mitgliedern des Tennisvereins wurde daraufhin ein erster Entwurf für eine neue Anlage an diesem Standort vorgestellt. Schon jetzt gab es die ersten Einsprüche der Anwohner.
Im Sommer nahm der Verein erstmals an der Ferienpassaktion der Gemeinde teil. Mit 56 Jugendlichen war die Veranstaltung sehr gut besucht.Nach Fertigstellung der endgültigen Pläne wurde ein Finanzierungsplan aufgestellt und die jeweiligen öffentlichen Mittel beantragt. Zu ersten Schwierigkeiten kam es dann, als die beantragten Mittel des Landessportbund in Höhe von 136.000 DM abgelehnt und die Mittel des Landkreises um 36.000 DM gekürzt wurden.
Ebenfalls ergab die zwischenzeitlich durchgeführte Ausschreibung eine Erhöhung dergeplanten Baukosten von 46.000 DM auf 1.008.000 DM.
Der Vorstand beschloss daraufhin, bauliche Veränderungen vorzunehmen und den Eigenanteil des Vereins auf 240.000 DM zu erhöhen. Im Dezember 1997 wurde dann mit dem Bau der Anlage begonnen. Bereits im April 1998 konnte der erste Punktspielbetrieb auf vier fertiggestellten Plätzen und ein sich im Rohbau befindliches Clubgebäude durchgeführt werden.
(Vereinsmitglieder bei der Fertigung der Fundamente für das Clubhaus 1997)
Durch den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder, die mehr als 3500 Arbeitsstundenleisteten, konnte die Anlage nach 15-monatiger Bauzeit im April 1999 fertiggestellt werden. Die Anlage wurde am 23. April 1999 offiziell eröffnet und am 25 April bei einem „Tag der offen Tür“ den Emlichheimer Bürgern vorgestellt. Erinnert werden sollte an dieser Stelle noch, dass es während der gesamten Bauzeit zu Protesten einer von einer Minderheit angeführten Gruppe kam. Durch Flugblätter, Leserbriefe und Unterschriftaktionen versuchte man, dem Tennisverein die zugesagten Geldmittel wieder streitig zu machen und das Bauvorhaben zu stoppen. All diese Aktionen bewirkten schließlich das Gegenteil und schweißten den Tennisverein weiter zusammen, welches durch den großartigen Arbeitseinsatz der Mitglieder zum Ausdruck gebracht wurde.
Ab Fertigstellung der Tennisanlage 1999 wurde das Tennisfest wieder durchgeführt, nunmehr im neu errichteten Clubhaus.
(Tennisfest 1999)
Auch die Jahrhundertwende am 31.12.1999 wurde innerhalb des Vereins auf der Anlage gefeiert und das neue Jahrtausend eingeleitet.
(Silvester 1999)
Durch den starken Anstieg der Mitgliederzahl auf mittlerweile 160 wurde 1980 mit der Planung eines Clubhauses begonnen. Die Mitgliedsbeiträge wurden auf der Jahreshauptversammlung ebenfalls neu festgelegt:
Aufnahmegebühr (einmalig) | |
Erwachsene | 15,00 DM |
Studenten/-innen und Auszubildene über 18 Jahren | 60,00 DM |
Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren | 30,00 DM |
passive Mitglieder | 0,00 DM |
Mitgliedsbeiträge (monatlich) | |
Erwachsene | 12,00 DM |
Ehepaare | 20,00 DM |
Studenten/-innen und Auszubildene über 18 Jahren | 6,00 DM |
Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren | 5,00 DM |
Familienbeitrag | 25,00 DM |
passive Mitglieder | 5,00 DM |
Am Ende des Jahres fand wie in den Vorjahren das Tennisfest im Kasino statt.
(Tennisfest 1980)
Im Jahre 1982 entstanden große Diskussionen um das Bauvorhaben des Clubhauses. Da die ermittelten Kosten in Höhe von 120.000 DM nicht zu realisieren waren, wurde der Ausbau des Clubraumes mit Sanitäranlage ohne Heizungsanlage beschlossen. Als Geräteraum sollte eine Baubude oder ähnliches angeschafft werden. Die dadurch reduzierten Baukosten in Höhe von 65.000 DM wurden zum größten Teil vom Verein getragen. Lediglich ein Zuschuss von 6.000 DM vom Landkreis und 5.000 DM vom Landessportbund wurden bewilligt. Als neuer Platzwart übernahm Derk Koenders die Platzpflege von G.J. Meier, der diese im Jahre 1980 von Herrn Prellwitz übernommen hatte.
(Einweihung des neuen Clubhauses in 1982)
In den darauffolgenden Jahren stieg die Mitgliederzahl stetig an und bezifferte sich im Jahre 1987 auf 263.
Da es aufgrund der hohen Mitgliederzahl wiederholt zu Platzproblemen kam, wurde im Jahre 1988 eine Erweiterung der Anlage bei der Gemeinde beantragt. Die Gemeinde stimmte im gleichen Jahr einer Erweiterung zu, bemerkte aber, dass noch ein Lärmgutachten erstellt werden müsse. Am Ende des Jahres lag dann ein Lärmgutachten vor mit dem Ergebnis, dass eine Erweiterung der Anlage an diesem Standort nicht möglich sei.
Auf der Jahreshauptversammlung 1989 wurde dann ein Aufnahmestopp beschlossen, da die Mitgliederzahl mittlerweile auf 278 angestiegen war, und die Kapazitäten der drei vorhandenen Plätze bei Weitem nicht ausreichten. Dem Tennisverein wurde daraufhin von der Gemeinde ein Grundstück für sechs Tennisplätze angeboten.
Daraufhin bildete der Verein einen Bauausschuss. Georg Harms-Ensink, Peter Janitschke, Dr. Ludger Kohnen, Robert van Wermeskerken, Heinrich Schroven und Reinhold Schröder begannen mit der Planung einer neuen Anlage.
Ebenfalls wurde eine monatliche Umlage von 10.00 DM pro Mitglied für 5 Jahre festgelegt, um Eigenkapital für die neue Anlage zu bilden. In den nachfolgenden Jahren herrschte auf der Anlage, besonders während der Punktspielzeit und während der Clubmeisterschaften reger Betrieb.
(Clubmeisterschaften 1980)
Um einen Platz für den nächsten Tag reservieren zu können, musste man teilweise nachts zur Anlage fahren, um sich einzutragen, da eine Eintragung nur 24 Stunden vorher möglich war und am frühen Morgen bereits alle Plätze belegt waren. Jugendliche durften nach 18.00 Uhr nicht mehr Tennis spielen.
Im Jahre 1971 teilte die Wintershall dem Verein mit, dass sie den Tennisplatz dem Tennisverein unentgeltlich überlassen werde. In Absatz 4 dieses Schreibens wurde festgelegt, dass Gäste des Kasinos den Tennisplatz in angemessenem Umfang nutzen können. Die Wintershall verkaufte dann im Jahre 1979 das Grundstück des Tennisplatzes an die Gemeinde Emlichheim.
Auf der Jahreshauptversammlung im Jahre 1977 wurden die Mitgliedsbeiträge wie folgt festgelegt:
aktive Mitglieder | 8,00 DM |
passive Mitglieder | 5,00 DM |
Schüler/-innen und Studenten/-innen | 3,00 DM |
Die Mitgliederzahl betrug damals 83 Personen. In den 60-er und 70-er Jahren führten zuerst Dr. Helmut Söll, Cornelius van der Hoek, Johann Klinge, Roland Hirche sowie Georg Koops und danach Georg Koops und Günter Jacob den Verein.
Am 13.März 1978 fand eine Gründerversammlung des Tennisclubs Blau-Weiss Emlichheim als eingetragener Verein statt. Ebenfalls wurde der Verein in den Landessportbund aufgenommen.
Nach dem Verkauf des Grundstücks im Jahre 1979 an die Gemeinde Emlichheim beantragte der Tennisverein die Erweiterung der Anlage um zwei weitere Plätze. Die Kosten in Höhe von 70.000 DM wurden von der Gemeinde, dem Landkreis, dem Landessportbund und durch Eigenkapital und Eigenleistung der Mitglieder finanziert.
Anfang der 60-er Jahre übernahm Dr. Söll als Vorsitzender den Verein. In dieser Zeit wurden häufig Turniere in Emlichheim ausgetragen. Als Spieler eines Jugendturniers (damals unter Aufsicht von Dr. Söll) spielten G.J. Warsen, W.Vendt, A.Harbach, G. Stegink und P. Krön.
Am 03.06.1966 fand eine Hauptversammlung des Vereins im Kasino statt. Für die Benutzung des Herrenzimmers als Versammlungsraum verlangte der damalige Pächter des Kasinos Herr Quarre einen Betrag von 15,00 DM. In einem Brief an den Tennisverein teilte Herr Quarre später mit, dass er das Geld zurückzahlen würde aus Unkenntnis der Gepflogenheiten in Deutschland.
Im Jahre 1953 erstellte die Wintershall AG mit Hilfe tennisinteressierter Mitarbeiter den ersten Tennisplatz in Emlichheim. Dieser entstand im Jahre 1953 im Ledigenheim (heute Kasino) an der Berliner Straße.
(Baubeginn 1953)
Die erste Satzung des Vereins ist auf den 24. Juli 1953 datiert.
Die Wintershall bestand damals darauf, dass ein Verein mit Beitragszahlung gegründet wurde. Ebenfalls wurde festgelegt, dass nur ein Drittel Werksfremder dem Verein beitreten durften. In den Anfangsjahren 1953/1954 kümmerte sich der Leiter des Ölbetriebes Dr. Rönnecke um den Tennisverein und es ist zu vermuten, dass er auch der erste Vorsitzende des Vereins war.
Im Jahre 1954 kam Herr de la Sause von der Wintershall nach Emlichheim. Ihm lagen besonders die jugendlichen Tennisspieler am Herzen. Herr de la Sauce war danach auch einige Jahre Vorsitzender des Vereins.
Schon in den Anfangsjahren herrschte an Sonntagen ein reger Betrieb auf der Anlage. Auch kam im Sommer 1954 wöchentlich ein Trainer aus Lingen.
(Vereinsmitglieder auf der Anlage 1954)
Mit den benachbarten Ölfirmen wurden während der 50-er und 60-er Jahre häufig Wettkämpfe ausgetragen. Als namentliche Spieler aus dieser Zeit sind Lucie Knoche, Margot Kösters und die Geschwister Geller genannt.
(Damendoppel in 1954)
Neben den sportlichen Interessen sollte auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. Auch neben den Tennisplätzen wurde das Vereinsleben gelebt, wenn auch nicht in einem eigenen Clubhaus:
(Vereinsleben in einer Garage 1955)
















